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Politische Risiken für Schweizer Immobilien

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Ende 2020 schrieb ich einen kleinen Beitrag zu «politischen Risiken im Schweizer Immobilienmarkt». Ob er gelesen wurde, weiss ich nicht. Vgl. Beilage.



Mein Hauptfokus lag damals auf dem möglichen Phänomen der sogenannten räumlichen Rechtszersplitterung. Die laufenden Debatten und politischen Vorschösse und Abstimmungen im Miet- und Sachenrecht zeugen davon. Eine Einbettung: Beide Rechtsgebiete sind Schweizer Zivilgesetzbuch auf nationaler Ebene gesetzlich geregelt. Das ist eine rechtliche wie ökonomische Errungenschaft und alles andere als eine Selbstverständlichkeit. Durch kommunale und allenfalls kantonale Regeln wie der Etablierung eines Vorkaufrechts oder Bestimmungen zu maximalen «Renditen» bei Investitionen werden aber die ökonomischen Transaktionskosten erhöht (u. a. Due-Diligence-Kosten) und zudem die Rechtsunsicherheit begünstigt. Sie laufen dem Bestreben nach der Schaffung von einheitlichen Binnenmärkten diametral entgegen. Sie sind nicht nur individuell-konkret Gift für vertragliche Vereinbarungen, sondern wirken sich kollektiv volkswirtschaftlich negativ aus. Es gibt zumindest in der langen Frist nur Verlierer. Und nein, in Anlehnung an Keynes Diktum sind wir alle langfristig nicht tot. Vorausschauendes Denken und Handeln als Akteur im hiesigen Immobilienmarkt ist noch mehr als sonst Pflicht.



 
 
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